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Was ist die Porosität der Haare?

Sie könnten sich mit einem solchen Begriff schon treffen. Das Haar besteht aus ein paar Schichten. Die äußere Haarschicht (die sogenannte Schuppenschicht) besteht aus vielen Haarschuppen, die sich miteinander überlappen. Die erwähnten Haarschuppen können entweder eng anliegen oder von der Haaroberfläche abstehen. Die Porosität der Haare bestimmt, wie stark die Schuppenschicht abstehend ist.

Je stärker die Schuppenschicht absteht, desto höher ist die Porosität der Haare. Es lassen sich drei Arten der Porosität der Haare nennen. Es sollte zusätzlich bemerkt werden, dass Haare mit unterschiedlicher Porosität anders aussehen. Sie brauchen diesbezüglich eine andere Pflege. Die Porosität bestimmt also Bedürfnisse der Haare.

Arten der Porosität der Haare

1. Geringe Porosität der Haare

Wenige Personen besitzen Haare mit geringer Porosität. Der Haartyp ist insbesondere für Asiatinnen charakteristisch. Das sind dicke und schwere Haare, die sich nicht stylen lassen. Sie sind außerdem manchmal nicht anfällig für Haarfärbemittel. Sie werden nicht so einfach geschädigt, wie andere Haartypen, trotzdem brauchen sie einen angemessenen Schutz. Zu den häufigsten Problemen der Haare mit geringer Porosität gehört u.a. überschüssiges Einfetten, kein Volumen oder Schwächung der Haarwurzeln. Solche Haare sind meistens platt und schwer. Die Talgdrüsen produzieren meistens zu viel Sebum. Das alles hat zur Folge, dass die Kopfhaut nicht atmen kann. Die Mikrozirkulation wird ebenfalls gestört. Als Konsequenz ergibt sich daraus, dass die Kopfhaut und die Haare krank werden.

Die richtige Ernährung, der bestmögliche Schutz und die angemessene Kopfhautpflege sind eine Grundlage der Pflege der Haare mit geringer Porosität.

2. Normale Porosität der Haare

Haare mit normaler Porosität sind der populärste Haartyp bei Personen aus aller Welt. Sie befinden sich etwas zwischen den Haaren mit geringer und mit hoher Porosität. Sie sind nämlich weder maximal strapaziert und sehr trocken noch gesund und fettig. Sie lassen sich zwar stylen und sind ziemlich glatt, sie haben aber ihren Glanz verloren. Haare mit normaler Porosität können leider negativ überraschen – sie plustern häufig auf, haben trockene Haarspitzen, sind oft schuppig und splissig. Durch eine falsche Wahl der Haarpflegeprodukte werden die Haare mit normaler Porosität entweder übermäßig trocken oder zu fettig. Es ist sehr leicht, solche Haare zu schwächen. Sie fallen dann im Übermaß aus und wollen gar nicht wachsen.

Die richtige Ernährung, der bestmögliche Schutz vor Beschädigungen und die angemessene Kopfhautpflege sind eine Grundlage der Pflege der Haare mit normaler Porosität.

3. Hohe Porosität der Haare

Haare mit hoher Porosität sind besonders strapaziert, maximal trocken, glanzlos und abbrechend. Ihr Aussehen lässt viel zu wünschen übrig. Die Haarspitzen sind meistens gespalten und aufgebläht. Die Haarsträhnen verlieren das Volumen, werden rau und fallen übermäßig aus. Sie können außerdem verformen. Haare mit hoher Porosität brauchen den ständigen Schutz, die richtige Feuchtigkeitsspende und die Verstärkung. Sie haben keinen Schutz und sind anfällig für Beschädigungen.

Haaröle und Porosität der Haare

Es wurde oben erklärt, dass die Schuppenschicht bei jedem Haartyp mehr oder weniger abstehen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Größe der Moleküle (also Bestandteile der Pflanzenöle) an die Größe der Lücken zwischen Haarschuppen anzupassen. Die Moleküle eines natürlichen Öls können also weder zu groß noch zu klein sein.

Es wäre am leichtesten, das alles anschaulich zu erklären. Die Moleküle des Haaröls müssen so perfekt zur Porosität der Haare passen, wie ein Schlüssel zu einem bestimmten Schlüsselloch. Ohne ein richtig angepasstes Haaröl öffnen Sie die Tür zur Gesundheit und Schönheit Ihres Haars. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Porosität der eigenen Haare zu kennen. Sie sollten aber auch wissen, welche natürlichen Öle und welche Fettsäuren zu einem konkreten Haartyp passen.

Wie können Sie die Porosität der Haare überprüfen?

Es wird in erster Linie empfohlen, die eigenen Haare zu beobachten. Wie schon oben bemerkt wurde, sieht jeder Haartyp ein bisschen anders aus. Wenn Sie alle drei Haartypen und ihre Eigenschaften kennen, sollten Sie keine Probleme mit der Anpassung des richtigen Haaröls haben.

Wenn Sie aber eine Bestätigung der eigenen Vermutung bezüglich der Porosität Ihres Haars benötigen, werfen Sie ein sauberes Haar (also nach der Haarwäsche aber ohne Haarspülung, Haarbalsam, Haarmaske oder Haarstyling-Produkte) in eine Schüssel mit Wasser ein. Warten Sie ungefähr 10 Minuten lang und überprüfen, wo sich das Haar befindet. Wenn es völlig versunken ist, hat es die hohe Porosität (es absorbiert sehr schnell Wasser durch große Lücken in der Schuppenschicht). Schwimmt das Haar auf der Wasseroberfläche? Es absorbiert Wasser sehr langsam, deshalb hat es die geringe Porosität. Haare mit normaler Porosität befinden sich zwischen den beiden Haartypen, deswegen sollte sich das Haar ungefähr in der Mitte befinden.

Porosität der Haare – welches Öl sollten Sie wählen?

Geringe Porosität – wählen Sie: Kokosnussöl, Babassuöl, Palmöl und alle anderen Öle oder Buttersorten mit kleinen Molekülen und gesättigten Fettsäuren.

Normale Porosität – wählen Sie: Macadamiaöl, Arganöl, Jojobaöl, Sesamöl, Avocadoöl, Kamelienöl, Moringa-Öl, Aprikosenkernöl, Süßmandelöl und alle anderen Öle, die reich an Fettsäuren aus Gruppen Omega-7 und Omega-9 sind.

Hohe Porosität – wählen Sie: Rizinusöl, Traubenkernöl Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl, Leinöl, Maisöl, Sonnenblumenöl oder alle anderen Öle, in denen es viele Fettsäuren aus Gruppen Omega-3 und Omega-6 gibt.

Wie sollte das Haaröl angewendet werden?

Die Anwendung des ausgewählten Öls oder einer angemessen komponierten Mischung von Ölen ist sehr einfach. Das Produkt sollte einfach auf die Kopfhaut und das Haar aufgetragen und verschmiert werden.

Die Haarpflege mit Ölen gibt zum Glück viele Möglichkeiten. Sie können selbst wählen, wann und wie oft Sie Ihre Haare pflegen. Die entscheiden selbst auch darüber, wie lange sich das Haaröl auf Ihrem Kopf befindet. Es ist möglich, das Pflegeöl sowohl für eine Stunde als auch für die ganze Nacht aufzutragen. Ein solches Haarpflegeprodukt kann entweder vor oder nach der Haarwäsche aufgetragen werden.

Sie entscheiden außerdem darüber, ob Sie das Haaröl auf trockene Haare vor der Haarwäsche oder auf feuchte nach dem Shampoonieren auftragen. Im zweiten Fall sollten Sie aber die Kopfhaut meiden, um die Haare nicht nochmals zu waschen.

Haaröle sind darüber hinaus wunderbare „Stylisten“ der Frisuren und schützen die Haare vor hohen Temperaturen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Pflegeöle am Morgen auf trockene Haare beim Haarstyling oder auf feuchte Haarsträhnen vor dem Föhnen aufzutragen. Das Haaröl ist überdies ein gutes Haarserum gegen strapazierte Haarspitzen.

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